Srbenka

Kroatien 2018, 72 Min.
Regie:
Nebojša Slijepčević
Kinostart:
29.10.2020

THEATER UND FILM IN EINEM

Zu Beginn der 1990er Jahre wird in Zagreb ein zwölfjähriges serbisches Mädchen brutal ermordet. Die Täter werden zwar schnell gefunden, aber nie bestraft. Ein Vierteljahrhundert später arbeitet der für seine provozierenden Theaterstücke bekannte Regisseur Oliver Frljic an diesem Fall. Die Proben bringen verborgene Traumata bei den Darstellern zum Vorschein und werden so zu einer Art kollektiver Psychotherapie. Für die zwölfjährige Darstellerin Nina erwächst ein Gefühl, als hätte der Krieg nie geendet.

Während der Proben des Ensembles mit den jugendlichen Laiendarsteller/ -innen klafft eine Wunde erneut auf, die die gesellschaftliche Spaltung dieses schier unlösbaren Konflikts zwischen Serben und Kroaten deutlich vor Augen führt. Innere Konflikte der Schauspieler eskalieren auf der Bühne. Es sind Reflexionen über ihre eigenen Gewalt-, Kriegs- und Diskriminierungserfahrungen. Es geht um Identität.

Der Kroatienkrieg Anfang der 1990er Jahre wirft nach wie vor lange dunkle Schatten in die Gegenwart. Ressentiments, Vorurteile und Traumata belasten die Bevölkerung, so dass der Konflikt ungebrochen aktuell und schwelend scheint.

PRESSESTIMMEN

SRBENKA

Internationale Pressezitate

Srbenka zeigt die verstörende Art und Weise, wie sich Kroatiens Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.“

– Christopher Vourlias –

VARIETY

 

Das reaktionäre westliche Argument des “wilden, von Natur aus gewalttätigen Balkans“ kann nicht mehr vorgebracht werden – Europa muss sich als Ganzes kritisch hinterfragen.“

– Tina Poglajen –

MODERN TIMES REVIEW

 

„Subtil, unaufdringlich und umwerfend!“

– Jurica Pavičić –

GLOBUS

 

Ein intensiver Film mit einem Ton und einer Distanz über das Theaterstück, eine Einladung zum Nachdenken.“

– Tue Steen Muller –

FILMKOMMENTAREN

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